Gemeinede St. Stefan ob Stainz

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Unsere Geschichte

Die Ortsgemeinden wurden entweder direkt aus einer Steuer- bzw. Katastralgemeinde oder durch Zusammenfassung mehrerer Katastralgemeinden gebildet. So entstanden 1850 aus den gleichnamigen Katastralgemeinden die Ortsgemeinden Pirkhof und Zirknitz und aus den Katastralgemeinden Lemsitz, Lichtenhof, und St. Stefan die Ortsgemeinde St. Stefan.

In der Steiermark gab es bis 1864 nur provisorische Gemeindegesetze. Aus einem Bericht des k. k. Bezirksamtes Stainz an die k. k. Stadthalterei in Graz über die im Jahre 1864 durchgeführten Gemeindewahlen sowohl die Vorbereitungen als auch die Wahlen selbst leiten mussten. Die Wahl einer Gemeindevertretung, Gemeindeausschuss genannt, war und blieb auch weiterhin recht umständlich. Zunächst waren nur jene Gemeindemitglieder wahlberechtigt, die von ihrem Besitz, Gewerbe oder Einkommen in der Gemeinde eine direkte Stuer entrichteten. Damit schied schon ein bestimmter Personenkreis wie Dienstboten oder Tageslöhner aus. 1857 betrug der Anteil der Knechte und Mägde 30 Prozent der Gesamtbevölkerung!

Um 1970 waren die wichtigsten Wegstrecken asphaltiert, denn der Ort St. Stefan erhielt 1958 einen staubfreien Belag, 1960 die Herrrgotthöhe und 1962 die Lesteinerstrasse. Schul- und Gendarmeriechronik berichten übereinstimmend, dass um das Jahr 1900 im Ort eine Wasserleitung bestand.

Bis 1967 waren die vordringlichen Probleme in den Gemeinden Pirkhof, St. Stefan und Zirknitz im wesentlichen dieselben, nur dass St. Stefan als Pfarrort, Standort der Schulen, des seit 1939 bestehenden Standesamtes und anderer öffentlicher Ämter allmählich eine zentrale Stellung erlangte. Mit 1.1.1968 sind Pirkhof und Zirknitz ein Teil der Gemeinde St. Stefan. Dieser Verlust der Eigenständigkeit bedeutete aber keineswegs auch ein Ende der Selbstverwaltung.

Allein zwischen 1968 und 1986 erteilte die Gemeinde insgesamt 156 Widmungen für Wohnausbauten einschließlich der Siedlung "Am Sonnenhang". Zum Vergleich: Im Zeitraum von 1869 bis 1939 stieg die Zahl der Häuser in St. Stefan von 189 auf 209, Zirknitz von 81 auf 85. Keine Parallel zur Entwicklung im Wohnbau zeigte die nachstehende Übersicht der Einwohnerzahlen seit 1770:

Jahr

Einwohner

1770

1374

1812

1227

1846

1486

1902

1640

1934

1815

1951

1821

1961

1891

1971

1892

1987

2040

2006

2300

Die wirtschaftlichen Gesamtstruktur hat sich in den letzten 50 Jahren total umgestaltet. Im Jahre 1934 betrug der Anteil der von der Landwirtschaft lebenden Bevölkerung in allen drei damaligen Gemeinden durchschnittlich 75 Prozent. Dieser Prozentsatz ist heute auf etwa 12 Prozent gesunken.

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